EMERGING UND CROSSLINK TECHNOLOGIES:
Unausgeschöpfte Potentiale in der Lebensmittel-, Getränke-
und Biotechnologie inkl. medizinischen Biotechnologie (Berlin)

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KLG-Bild Emerging Technologies nutzen wenig beachtete Wechselwirkungen zwischen physikalischen Feldern und Biomaterie, um das Verhalten molekularer und zellulärer Systeme gezielt zu beeinflussen, z.B. In- /Aktivierungseffekte oder Generierung neuartiger Strukturen. Diese Technologien besitzen zudem bedeutendes Potential auch fächerübergreifend - und daher als Crosslink Technologies - Einsatz zu finden.

Mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Materie biologischer Herkunft hat es in den letzten Dekaden in Wissenschaft und Technik eine sehr intensive Auseinandersetzung mit Emerging und Crosslink Technologies gegeben. Die Motivation für diese regen Aktiviäten rührt aus der Erkenntnis her, dass klassische Behandlungsverfahren - wie etwa die Erhitzung von Biomaterie - erhebliche Nachteile nach sich ziehen. Im klaren Kontrast hierzu bringt die erwähnte gezielte Wirkung der Emerging und Crosslink Technologies vielfältige Vorteile mit sich. Hierzu gehören zum Beispiel eine schonende Behandlung und daher hohe Naturbelassenheit der Biomaterie, selektive Aktivierungs- und Inaktivierungseffekte, neuartige Strukturen oder aber auch eine hohe Energieeffizienz des Behandlungsprozesses. Die korrespondierenden Phänomene, Mechanismen und Strukturen lassen sich unter anderem erzielen bei der Applikation von Hochdruck, Ultraschall, UV, Plasma und pH- Feldern sowie durch pulsierende elektrische Anregung. Nur einige wenige Verfahren der Emerging Technologies erreichen bereits Industriereife, so etwa die Hochdruckbehandlung. Andere stecken noch in den Kinderschuhen.

Dieser Kurzlehrgang wendet sich an Mitarbeiter der privaten Wirtschaft sowie Nachwuchswissenschaftler aus Forschungsinstituten und Hochschule. Zur Auffrischung des vorhandenen Wissens bzw. zur Einführung in die Charakteristika der einzelnen Methoden stellen anerkannte, nationale und internationale Experten aus Forschung und Privatwirtschaft zunächst die Grundlagen der verschiedenen Verfahren im Detail vor. Diesem Themenblock schließt sich eine Vorstellung von bereits etablierten oder sich im fortgeschrittenen Stadium befindlichen Praxisanwendungen an. Dies verhilft den Teilnehmern zu einer Einschätzung des bisher im Labor und in der Praxis Machbaren. Der Kurzlehrgang schließt mit Beiträgen, welche die Teilnehmer in die Lage versetzen, bisher ungenutzte Potentiale für die eigenen Aktivitäten zu erkennen und den Weg zur Realisierung zu sondieren.

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